Namibia und Botswana, September/Oktober 2008
Die Route:
Windhoek, Ghanzi, Santawani (Maun), Moremi, Savuti, Chobe, Kasane, Caprivi-Strip (Okavango/Chobe-River, Zambezi), Grootfontein, Etosha, Otjiwarongo, Outjo, Brandberg, Swakopmund, Namib (Sossus Vlei), Marienthal (Kalahari), Windhoek
Dies sollte also unser erster Urlaub werden, den wir mit mehr als 2 Personen, nämlich uns selbst, unternehmen.
Wir waren also sehr gespannt, was diese 3 Wochen an Stress (ausser schlechtem Kaffee zum englischen Frühstück) bringen.
Herr und Frau B aus F am M (im Folgenden nur Rita und Thomas genannt), waren also auch gespannt. Da Thomas aber auch der "Roland Emmerich vom Main" genannt wird, gab es nun ein Problem - zuerst wusste man nicht, ob es ein Problem der Fluggesellschaft werden wird oder eins unserer Freunde - Übergepäck in Form von Filmausrüstung (mit solchen Sachen, die jeder mit in den Urlaub nimmt: Infrarotkamera, Stiftkamera, 2 Handkameras, 6-Kilo-Akku, 50 Meter Kabel, u.s.w.).
Die Fluggesellschaft hat übrigens gewonnen.........und Thomas einiges mehr an Handgepäck auf dem Rücken (was aber seine Unwucht nach Vorne etwas ausgeglichen hat).
Das Motto dieser Reise war schnell gefunden: THE AARDVARK EXPERIENCE 2008. Ziel war es also in diesen 3 Wochen mindestens ein Erdferkel vor die Kamera zu bekommen. Da diese Tiere aber nachtaktiv sind war uns klar, dass es nicht einfach werden wird.
Der Erdferkel Fanclub, der schnell gegründet wurde, setzt sich aus 2 Regionalgebieten zusammen - Leverkusen und Frankfurt. Die Mitglieder: Thomas B: Superheftig President Rita B: Total krasse Kassewart Carmen H: Schrille Schrifteführerin Hubert H: stinknormales Mitglied
Nun aber los.......
Auch auf dieser Reise haben wir als erste und auch letzte Anlaufstelle die Ondekaremba Farm in der Nähe des Flughafens gewählt.
Hier wird man wirklich herzlich empfangen. Die Häuser sind komfortabel eingerichtet und das gesamte Areal ist sehr schön angelegt. Der Swimmingpool ist natürlich obligatorisch.

Die Autos haben wir nachmittags aus Windhoek geholt. Wir haben den Vermieter, Kalahari Car Hire, vorher gefragt, ob es möglich sei, etwas älter Autos zu bekommen. Erstens sind diese etwas günstiger und zweitens braucht man sich keine großen Sorgen machen, wenn man mal zu nahe an einen Busch heranfährt. So einen unkomplizierten Autovermieter habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen.
Hier hat Thomas die Geländegängigkeit des Fahrzeugs getestet und den Wagen rückwärts auf einen flachliegenden Baumstamm gefahren. Das Ergebnis war zufriedenstellend. Nur herunter kam das Scheißteil nicht mehr. Da meine Anstrengungen alleine (siehe Bild) nicht ausreichten, mussten einige Ondekarembaner fleißig mithelfen.
Nachdem Thomas beide Autos mit standesgemäßen Aufklebern unserer Expedition versehen und sein Auto mit einigen Metern Kabel und Technik ausgerüstet hatte, konnte man nun endlich starten.
Am zweiten Tag sind wir von Windhoek nach Ghanzi (Botswana) gefahren (ca. 480 km). Die Strecke ist Teil des "Trans Kalahari Highways", komplett geteert und gut zu fahren - Wäre da nicht die gähnende Langeweile. Vorne und Hinten Teer, Links und Rechts Steppe. Sonst nichts. Abgestiegen sind wir in der Khawa Lodge. Diese Lodge ist eigentlich keiner Erwähnung wert - wäre da nicht der Vorfall mit dem Frühstücksbuffett: Nachdem ich mich morgens für das Continental Breakfast entschieden hatte, zeigte der Kellner auf einen kleinen Teller mit Salami, irgendwelchem Zeug und etwas, das wie Käse aussah. Ich bedankte mich höflich, nahm diese Platte vom Buffet und zog meiner Wege. Darufhin bat mich der Kellner, nicht das gesamte Buffet abzuräumen........Was dann kam ist der Phantasie der Leser überlassen.
Der nächste Tag war mit dem Weg nach Maun verplant. Hier haben wir uns mit dem Nötigsten eingedeckt, da wir ab Maun einige Tage nur in den Nationalparks unterwegs waren.
Das erste Mal eingegraben.
Ca. 100 km von Maun entfernt ist das Südtor vom Moremi Nationalpark. Kurz davor die Santawani Lodge Was uns hier erwartete, hätten wir uns wirklich nicht träumen lassen: Begrüssungskommitee mit Gesang, eine super Küche und immer ein kühles Bier in der Truhe. Als eine eher schmächtige Angestellte unsere eher wuchtigen Koffer tragen wollte, war es mir zuviel des Servicegedankens. Schnell hatte ich die Koffer wieder in der Hand und die verdutzte Frau im Gegenzug mit Schlüsseltragen beauftragt. Wir kamen gegen 16.30 Uhr auf der Lodge an. Sofort gab es etwas gutes zu Essen. Ich habe immer nur das Wort "Lunch" gehört, dachte allerdings, dass man Lunch und Dinner nicht richtig unterscheiden könne. Konnte man aber.....denn um 19.00 Uhr gab es nämlich eben dieses Dinner. Auf meine Frage nach dem Sinn dieses Doppel-Essens kam dann "gebucht ist gebucht". Nun ja, wie sagte Erich noch: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf".
Südlich vom Moremi.

Rüsseltiere am Lodgeeigenen Wasserloch. Wir hatten die Herde schon aus größerer Entfernung kommen sehen. Als die Elefanten das Wasserloch gesehen haben, sind sie mit Trompeten und einigem an Speed umnebelt von Staub vorwärts gelaufen. Herrlich !!!
Eins der Häuser (jeweils mit 2 Betten) und das Gemeinschaftshaus, in dem auch gegessen und vor allem getrunken wurde.
Sixteen, von ihm hat Michael Jackson tanzen gelernt. Allerdings ist Herr Jackson weniger talentiert.
Als wir morgens von der Santawani Lodge aufbrechen wollten, hat uns Owen, der Lodge Manager, nach der zu fahrenden Route gefragt. Wir: "Och, wir wollen nur den Moremi abklappern und dann bis nach Savuti hochfahren. So in etwa 300 km". Nachdem er uns dann ein Fieberthermometer in den Hinter gesteckt hat und wir seinen Mund mit einem Wagenheber wieder geschlossen bekamen, teilte er uns mit, dass wir für diese Strecke ca. 15 Stunden benötigen würden.......Stille.......Dann hatten wir uns entschlossen, das mit der Moremidurchquerung zu lassen. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte.
Wir sind dann im Südtor in den Moremi gefahren und haben leider den direkten Weg nach Savuti nehmen müssen. Aber was wir auf dieser Fahrt gesehen haben war schon einzigartig. Hippos in Massen (auch an Land, was etwas seltener zu sehen ist), Elefanten, Giraffen, Hörnertiere aller Art und eine Landschaft, die noch recht ursprünglich ist.
Am Northgate haben wir den Moremi verlassen und sind in den Chobe Nationalpark Richtung Savuti gefahren.
Das Northgate
Die Brücke am Khwai.
Diese Herde ist gerade unterwegs zum Khwai-River. Diese Tatsache ist ja nun nicht so interessant. Lustig wurde es allerdings, als wir merkten, dass der Weg, den wir fahren mussten, bis auf 5 Meter an den Fluß und damit an die Herde heran führte (O-Ton Thomas: "Fahrt doch schon mal vor, ich filme euch dabei" / Mein O-Ton: "Dann gibt es wenigstens ein Dokument für die Versicherung"). Also, was tut man nicht alles für gutes Filmmaterial. Wir haben unser Auto langsam in Bewegung gebracht und sind vorsichtig an der Herde vorbei gefahren. Da die Herde Jungtiere dabei hatte, hat man uns natürlich sehr argwöhnisch beäugt. Er hier zum Beispiel.

Ansonsten war die Fahrt nicht nur schön, sondern durch die fast 180 km Tiefsandpiste auch anstrengend.

Der "Chobe Highway". 3 Fahrspuren zur freien Auswahl. Ob man die richtige Wahl getroffen hat, weiß man immer erst nachher. Ich hatte wohl die falsche gewählt, denn ich konnte den Wagen erst wieder nach mehrmaligem Vorwärts, Rückwärts und Bocksprungtechnik in Fahrtrichtung bewegen.
Kurz vor dem Savuti Camp gab es sogar einen Stau. Ein Südafrikaner hat versucht, mit seinem Anhänger die Böschung hochzufahren um sicheren und festen Grund zu erreichen. Irgendwie ist es ihm aber nicht gelungen. Der Hänger stand also noch auf der Piste und ich musste also irgendwie daran vorbei. Das Auto also die Böschung hoch getrieben. Leider bin ich dann mit dem Auto wieder heruntergerutscht und dem Säckel direkt auf den Hänger geknallt.
Das Ergebnis:
Dank der professionellen Ausrüstung von Thomas (Kabelbinder, um die Lampe festzubinden) und dem Equipment im Auto (Spaten, um einige Blechteile wieder in Form zu biegen) konnte es sofort weitergehen.
Wofür so ein Spaten alles gut ist......
Nun klingelte uns die Ermahnung von Owen aus der Santawani Lodge wieder in den Ohren. Wir haben für die 180 km ca. 7 Stunden gebraucht. Wir mochten uns gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir vorher den Moremi komplett durchquert hätten.
Endlich im Savuti Camp angekommen, konnten wir unser, eigens für diesen Tag angemietetes, Dachzelt aufschlagen, die Tische und Stühle aufstellen und die erste Dose Bier aufmachen.
Gemütliches Beisammensein.
Während wir so saßen und uns labten kam ein Skorpion zu Besuch. Nach mehrmaliger vergeblicher Aufforderung, die Parzelle zu verlassen, hatte man mich von Seiten der weiblichen Fraktion gebeten, andere Mittel anzuwenden........Danach war Ruhe.
Die Nacht war dann eher durchwachsen. Dank der dünnen Matraze hatte ich das Gefühl direkt auf dem Autodach zu liegen. Einige Tiere sind nicht nur nachtaktiv sondern auch nachtlaut. Wenn die Tiere mal ruhig waren gab es komische Geräusche aus dem Nachbarzelt.
Am nächsten Morgen haben wir in der Nähe unseres Stellplatzes einen riesigen Elefantenhaufen gesehen. Andere Spuren in der Umgebung unserer Autos ließen viele Phantasien sprießen.
Der nächste Tag sollte uns durch den Rest des Chobe-Parks bis nach Kasane in Nord-Botswana bringen.
Hier sind wir auf der Kubu Lodge abgestiegen. Eine urige Lodge, deren Häuser auf Stelzen gebaut sind und direkt am Ufer des Chobe-River liegen.
Wir haben es uns nicht nehmen lassen, eine Bootstour auf dem Chobe zu buchen. Allerdings hat sich der Guide, dieses Mädchen, nicht getraut, nahe an die Hippos zu fahren.
Das war es an Hippos. Gut, daß wir vorher schon welche gesehen hatten.
Man hat hier die Möglichkeit an das "Vierländereck" zu fahren, an dem Botswana, Namibia, Zambia und Zimbabwe aneinandergrenzen.
Wir hatten vor unserer Reise überlegt, über Zambia zu den Victoria-Fällen zu fahren. Da die Fälle allerdings wenig Wasser haben zu dieser Zeit, hatten wir darauf verzichtet. Zum Glück, denn sonst wären wir vielleicht auf der Fähre nach Zambia gelandet, die gerade an diesem Tag durchgebrochen ist.
Ja, durchgebrochen. Glück hatte, wer noch nicht auf der Fähre war.
Kroko-Tasche.
Wenn auf der Kubu Lodge, dann verbunden mit einem Ausflug auf die benachbarte Krokodil-Farm, die man in ca. 10 Minuten zu Fuß erreicht. Hier wird man vom Manager über das Gelände geführt und bekommt einiges vermittelt.
Von Kasane sind wir Richtung Katima Mulilo in Namibia gefahren. Dieser Ort liegt am Zambezi-River und beheimatet die Zambezi-River-Lodge. Diese Lodge gehört zur Protea-Hotel Gruppe und braucht sich vor Business-Hotels in Europa nicht zu verstecken - äusserlich wenigstens - denn das Essen, auf das wir 90 Minuten gewartet haben, war auch noch kaum genießbar. Die Zimmer waren frisch gestrichen. Woher wir das wussten? Vom Gestank natürlich. Der afrikanische Flair ist hier fast gänzlich heraus renoviert. Ausserdem waren einige Teile der Lodge Baustelle. Ergo: Hände weg. Denn selbst wenn die Baustelle verschwunden ist und sich der Gestank verzogen hat, hat es immer noch einen Hotel-Charakter.
Als wir nun endlich weiter konnten, haben wir unser Navi mit dem Ziel Mahangu Safari Lodge programmiert.
Diese liebevoll hergerichtete Lodge liegt im Caprivi-Strip in der Nähe von Divundu oder Bagani. Von hier aus kann man Ausflüge in den Mhangu Nationalpark unternehmen. An diesem Tag hatten wir Glück auf eine Herde Büffel zu stossen. Das Glück hatte nochmal zugeschlagen, da es nur männliche Büffel ohne Jungtiere waren. Somit konnten wir uns der Herde auf wenige Meter nähern.
Sonnenuntergang vor uraltem Baobab-Baum.
Am nächsten Tag stand die Tour in die Nähe von Grootfontein an. Die Langeweile dieser Tour kann man schon auf jeder Strassenkarte sehen. Nur geradeaus, links und rechts Steppe.
In Divundu wollten wir noch Tanken. Allerdings ist der Tankstelle bei meinem Auto nach 20 Litern der Sprit ausgegangen. Thomas und Rita gingen also leer aus. Rein rechnerisch sollte der Sprit bis Grootfontein reichen..........hat er zum Glück auch.
In Grootfontein sind wir in Roy's Camp untergekommen. Einer Lodge, die ebenfalls sehr urig und ursprünglich angelegt ist. Man wohnt in kleinen Blockhäusern die alle mit sehr viel Phantasie und Handwerkskunst eingerichtet sind. So viel Liebe zum Detail habe ich selten gesehen.
Abends gab es ein super Buffet. Das war so gut, dass man über die Blechteller, von denen man essen musste, hinwegsehen konnte.
Tipp: Wer eine Reise nach Namibia plant und auch bei Roy übernachten will, sollte einen Tag länger einplanen und in das Buschmann-Dorf fahren. Dies kann man entweder geführt machen oder allein (4x4 Fahrzeug nötig).
Am nächsten Tag sind wir dann Richtung Etosha-Nationalpark gefahren. Wir haben den Park vom Osten durch das Lindequist-Gate betreten. Von dort sind wir, mit einigen Abstechern, bis zum Okaukuejo-Camp gefahren. Hier hatten wir 2 Nächte in einem Waterhole-Chalet gebucht, sprich in der Nähe des Wasserlochs.
Hier war natürlich einiges los:
Rüsseltierchen und Nasenhörnchen. Wer zuerst wegguckt hat verloren.
Ansonsten war aber auch mal wieder einiges los im Etosha:
Die üblichen Verdächtigen
Vom Etosha sind wir Richtung Otjiwarongo gefahren. Ca. 40 km ausserhalb liegt die Aloe Grove Lodge. Als wir die Farm erreicht haben, hatten wir das Gefühl, in das Jurassic Parc Gelände einzufahren. Am Tor muß man sich per Funkgerät melden, dann wird einem aufgetan und man fährt durch ein Tor, was einem eigentlich als Schleuse vorkommt. Auf dem Weg zur Lodge fährt man noch an hohen Zäunen vorbei, bis man endlich die Gebäude sieht, die hoch oben auf einem Berg angesiedelt sind. Da es hier oben immer sehr windig ist, hat der Besitzer die kluge Entscheidung getroffen, die Balkone der Häuser zu Wintergärten mit Küche umzugestalten, was die Wohnung noch schöner macht, da man die Möglichkeit hat, die Fronttür ganz zu öffnen, so dass man fast wieder einen Balkon hat.
Um diesen Berg herum befinden sich 3 Gehege zwischen 2 und 5 Hektar, in dem jeweils 2 Löwen, Leoparden und Geparden beheimatet sind. Nun wird auch die Farmumzäunung erklärbar, die nämlich Jäger fernhalten soll.
Der Farmbesitzer hat Tiere aufgenommen, die die namibische Regierung bei Leuten beschlagnahmt hat, die die Tiere nicht artgerecht (wenn dies überhaupt möglich ist) gehalten haben (Wohnwagen, Wohnung, ohne oder wenig Futter wurde genannt). Mittlerweile ist es nicht nur strengstens verboten, Wildtiere zu halten, sondern wird auch noch streng kontrolliert.
Vor unserer Weiterfahrt haben wir noch versucht, ein Erdferkel in seiner heimischen Umgebung, einem Erdloch, zu filmen. Wir haben alles an Equipment aufgefahren, was zu so einem Zweck benötigt wird. Aber trotzdem haben wir, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Sau gesehen.
Links: Stinknormales Mitglied und Superheftig President vor dem Loch. Rechts: Superheftig President im Loch.
Von Otjiwarongo ging es zur Bambatsi Farm in der Nähe von Outjo.
Auch hier wurden wir von den Besitzern mit der typischen namibiaschen Gastfreundschaft empfangen und nach dem Begrüssungsgetränk in die liebevoll eingerichteten Bungalows gebracht.
Auch hier haben wir die Möglichkeit wahrgenommen und abends am, im Tal gelegenen, Wasserloch eine Infrarotkamera vor einem Erdferkelloch installiert. Hier hat uns allerdings die Technik einen Streich gespielt. Um 19.00 Uhr stand die Kamera, um 21.00 Uhr hat man das Licht am Wasserloch abgestellt (das Erdferkel sollte nun kommen) und just in diesem Augenblick haben die Akkus des Rekorders den Geist aufgegeben. Spinnen und Eidechsen waren das einzige Getier, was es diesen Tag auf Band geschafft hat.......
Enttäuscht haben wir uns in's Auto gesetzt und sind zum Brandberg gefahren, das höchste Massiv in Namibia. Hier haben wir uns in der Brandberg White Lady Lodge eingenistet.
Von hier aus sollte es möglich sein, Wüstenelefanten zu entdecken, die etwas kleiner, aber auch agressiver als die Kollegen in der Steppe sein sollen. Und siehe da - nicht weit der Lodge haben sich welche getummelt.
Im benachbarten Dorf hat man sich gerne an der Viehtränke gelabt. Zum Leidwesen der dort gehaltenen Pferde, Esel, Ziegen, Rinder und Schafe, die in diesem Augenblick ersteinmal Pause hatten.
Dämmerung am Brandberg
Von hier aus ging es dann Richtung Meer, mit Ziel Swakopmund. Fast die Hälfte des Weges ging durch's Nichts.
Unterwegs im Nichts. Weit entfernt von der nächsten Kölschkneipe.
Eins der vielen gestrandeten Schiffe - kurz vor Swakopmund.
In Swakopmund sind wir im Hotel Europahof abgestiegen. Hier streiten sich die Geister, ob man es nun gut oder schlecht finden soll, mitten in Afrika in einem "deutschen Hotel" abzusteigen. Das Hotel ist aber durchaus empfehlenswert, ob es nun die Zimmer sind oder das Essen. Alles war einwandfrei. Trotzdem habe ich mich, meist erfolgreich, dagegen gewehrt, mit den Schwarzen Deutsch zu sprechen. Ich halte das irgendwie für unhöflich.
Nichtsdesto Dingenskirchen ist das Hotel ein guter Ausgangspunkt, um Swakopmund zu Fuß zu erkunden.
Von Swakopmund sind wir nach Solitaire gefahren, um hier wieder einmal auf der Gästefarm Ababis zu übernachten.
2 Stationen auf dem Weg in die Namib (Pass-Straße / Solitaire)
Die Farm Ababis war früher einmal eine Pferdewechselstation, was man heute an der Lage und Architektur der einzelnen Häuser noch erkennen kann. Hier stimmt wirklich alles. Von der Anlage bis hin zum Essen. Wir können diese Farm nur empfehlen.
Die Namib am Sossus Vlei
Teil des Sesriem Canyon
Unsere nächste Station war die Anib Lodge in der Kalahari, im östlichen Namibia. Wie der aufmerksame Internetseitenleser schon bemerkt hat, schauen wir uns ganz gerne mal den einen oder anderen Sonnenuntergang an. Aber auf gerade diesen Dünen zu stehen und mit einer Dose Bier oder einem Glas Wein in der Hand eben diesen Sonnenuntergang anzuschauen ist schon genial.
Die gesamte Crew
Wir haben diesen Sonnenuntergang im Rahmen eines Farmdrives erlebt, der sehr schön gewesen wäre, wenn da nicht ebenfalls 2 Schweizerinnen und ein Namibia-Experte mit seiner Frau dabei gewesen wären. Wie kann man nur so lange in einer Tour quatschen.
Thomas sprach: Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen. Ich lächelte, war froh und es kam schlimmer:
Nach dem Sundowner Drink spielten sich im Hirn dieser 2 Berg-Tussis merkwürdige Dinge ab. Merkwürdige Laute entsprangen ihren Sprech-Öffnungen und die Motorik der Alpen-Maiden ließ nur noch Bewegungen zu, die ich sonst nur bei seltenen Tieren beobachtet habe. Selbst unser ausgewiesener Namibia-Experte kam kaum noch zu Wort, was sich sicherlich nachhaltig auf sein Selbstwertgefühl ausgewirkt haben muss.
Am nächsten Tag ging es zurück zur Ondekaremba Farm. Die letzten 150 km waren für die Frankfurter Erdferkel Fanclub-Sektion die Hölle. Irgendetwas stimmte mit der Hinterachse des Autos nicht. Es war tierisch laut im Wageninnern und die Geschwindigkeit ließ, gerade bei Steigungen, rapide nach.
Superheftig Presidents Auto in der Werkstatt. Geholfen hat' s aber nicht.
Dank Oli, dem Junior-Chef der Ondekaremba Farm haben wir es wieder einmal geschafft, eine Kamera an einem ausgewiesenen Erdferkel-Loch zu plazieren. Auch diesmal war uns kein Glück beschieden. Ausser einem Pavian und einem Springbock hat sich kein Tier sehen lassen.
Was war denn nun mit Stress?
Überraschenderweise hat es gut geklappt zu viert. Da wir die ganzen 3 Wochen (fast) den gleichen Tagesrythmus hatten und auf den Strassen mit fast der gleichen Geschwindigkeit gefahren sind, lief es für alle recht lässig. Ich kann mir nur schlecht ausmalen, was gewesen wäre, wenn wir mit Leuten gefahren wären, die auf den Strassen schleichen oder rasen.....mit Leuten, die um 4.00 Uhr morgens an Deiner Tür rappeln, weil sie weiter wollen oder mit Leuten, an deren Tür du um 11.00 Uhr morgens klopfst, weil du weiter willst. Logisch, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist, aber das ist ganz normal, wenn man sich so lange so nah auf der Pelle sitzt. Und wenn die Interessen sich wirklich mal kurzfristig unterscheiden, kann man sich immer noch trennen und einen Treffpunkt vereinbaren, an dem man wieder zusammen kommt.
Unser Mitleid gilt all jenen, die zu viert in einem Auto unterwegs sind. Das kann nicht gut gehen.
Und Erdferkel???
Das nächste Mal kriegen wir Euch....

...ausserhalb eines Museums!!!
Wie eingangs schon erwähnt, hat Thomas unsere Reise auf Video festgehalten. Aus den knapp 12 Stunden Material wird er in den nächsten Wochen eine komplette DVD zimmern, die Ihr von uns haben könnt. Diese DVD ist wesentlich interessanter als jeder Reiseführer, da er die Eindrücke festhält und Euch nicht unbedingt nur die Fakten um die Ohren haut.
Als kleine Kostprobe gibt es hier einen Link auf ca. 5 Minuten dieses Materials. Allerdings habe ich die Qualität so weit heruntergesetzt, dass es uns allen noch Spass macht die Datei zu down- oder uploaden.
Der Film ist übrigens als Blu-Ray und DVD erhältlich. Also.....es lohnt sich.
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